Zähneputzen Baby

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Baby, Erziehung, Kleinkind

Zähneputzen Baby nach dem Motto: „Milchzahn hin, Milchzahn her, irgendwann fallen die doch eh aus!“ ? Wahrheit oder Lüge?

Lüge! Ein gesundes Milchgebiss bietet die Grundlage für ein gesundes Gebiss im späteren Leben. Tatsache ist, dass Sie jetzt alles tun können, um die Zahngesundheit Ihres Kindes positiv zu steuern. Eins ist sicher: So schön wie Babys und Kinder ohne Zähne aussehen, sehen sie in ihrem Leben nie wieder aus! Ein Lachen ohne Zähne steht nun mal nur Kindern! Das können Sie tun …

Erfahren Sie in diesem Artikel:

  • Warum schlechte Zähne nicht immer in der Familie liegen
  • Wann die ersten Milchzähne kommen
  • Wann und wie sie wieder ausfallen
  • Wie Sie Geld und Nerven sparen können
  • 7 Tipps zum sofort umsetzen

 

Schlechte Zähne liegen in der Familie?

Das ist eine Ausrede, denn kein Kind kommt mit Karies-Bakterien auf die Welt. Meistens steckt es sich eines Tages an. Dies passiert auf ganz verschiedenen Wegen, wie zum Beispiel beim Vorkosten des Breis oder wenn Sie beispielsweise sonst irgendwie in Kontakt mit Schnuller oder Beißringen kommen.

Wussten Sie: Karies-Bakterien sind, wenn es ums Überleben geht, ganz raffiniert! Sie können sich mittels kleiner Saugnäpfe an so ziemlich allem festhalten, egal ob Löffel, Schnuller oder Lieblingsspielzeug.

Positiv ist, dass laut der vierten deutschen Mundgesundheitsstudie, rund 70,1% der Kinder keine Karieserfahrungen haben. (Quelle Wikipedia)

Zähneputzen Baby: Wann kommen die ersten Zähne?

Das Zahnen setzt bei Kindern ganz unterschiedlich ein. Auch kann man feststellen, dass der Verlauf ganz unterschiedlich geprägt ist. Beim einem Kind zeigen sich Fieber beim Zahnen oder Durchfall, bei anderen verläuft das Zahnen eher problemfrei. Im Schnitt kommt bei Baby der erste Zahn zwischen dem 6. und 30. Lebensmonat. (Genaueres zum Zahnen siehe unten)

Die mittleren Schneidezähne im Ober- und Unterkiefer brechen circa mit 6 bis 8 Monaten durch. Zwischen 8 und 12 Monaten brechen die seitlichen Schneidezähne durch. Weiter geht es mit dem sogenannten ersten Milchmolar (dem „Backenzahn“ hinter dem Eckzahn), der mit circa 12 bis 16 Monaten durchbricht. Die Eckzähne sollten um den 20. Monat vorhanden sein. Der hinterste Backenzahn (2. Molar) kommt zwischen dem 20. und 30. Monat.

Die Anzahl der Milchzähne bei Kindern beträgt übrigens 20.

Wann fallen die Milchzähne wieder aus?

Im Schnitt brechen die „bleibenden Zähne“ zwischen 6 und 14 Jahren durch. Auch hier ist die Reihenfolge von vorn beginnend. Eine Ausnahme bildet hierbei der sogenannte 6-Jahres-Molar, der gern mit einem verspäteten Milchzahn verwechselt wird und aus diesem Grund gern beim Putzen vergessen wird. Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier.

Wenn Karies bei Kindern begonnen hat, geht alles viel schneller, als bei Erwachsenen!

Der Zahnschmelz von Milchzähnen ist dünner, sodass der Karies schneller vorankommt, als bei Erwachsenen. Heutzutage gibt es viele Möglichkeiten auch Milchzähne zu retten, dazu gehören unter anderem Milchzahnkronen. Experten in Ihrer Nähe finden Sie übrigens unter www.kinderzahnaerzte.de oder www.kinderzahnheilkunde-online.de.

Darum können gesunde Milchzähne Geld und Nerven sparen:

  • Platzhalterfunktion – fehlen Milchzähne oder werden nicht gepflegt, ist eine spätere kieferorthopädische Behandlung viel öfter notwendig. So eine Behandlung ist natürlich auch mit Kosten für Sie verbunden. Um hier schon entgegen zu wirken, sind auch spielerische, mundmotorische Übungen absolut zu empfehlen. (ab circa 3 Jahren) Aus diesem Grund: Mundsportkarten unbedingt anschauen!
  • Infektionen können von Milchzähnen ausgehen und das Kind kann Folgesymptome zeigen. (Durchfall, allgemeines Unwohlsein, infektanfälliger)
  • Durch kaputte Milchzähne können die folgenden Zähne missgebildet sein oder auch stark verfärbt sein. ( sog. Keimschäden)
  • Fallen die Milchzähne im Frontbereich des Oberkiefers aus, kann es zu vorrübergehendem Lispeln kommen, da die Zunge nicht mehr von den Zähnen gebremst wird. Durch mundmotorische Übungen auch in dieser Zeit, unterstützen Sie Ihr Kind nachhaltig, da Sie so auch teuren kieferorthopädischen Behandlungen vorbeugen.
  • Durch falsche Zungenbewegungen schafft ein Kind  Voraussetzungen zu einem offenen Biss nach dem Zahnwechsel, dieser muss dann kieferorthopädisch behandelt werden. Kleine Investitionen in die (Zahn)Gesundheit Ihres Kindes lohnen sich.

7 Tipps zum sofort Umsetzen für Zuhause:

1. Zähneputzen Baby: Schon früh beginnen und bei der Sache bleiben, damit Ihr Kind es von Beginn an lernt und später auch selber umsetzt.

2. Zähneputzen Baby: Kinder brauchen noch eine ganze Weile, bis Sie feinmotorisch in der Lage sind, sich selbst die Zähne zu putzen.

3. Zähneputzen Baby: Kontrolle und Hilfe der Eltern beim Zähneputzen sollte vom ersten Zahn bis circa zum 8. Lebensjahr erfolgen. Diese kleine Zeitinvestition zahlt sich später aus.

4. Zähneputzen Baby und Kind: Dreimal am Tag sollte es getan werden, ohne Wenn und Aber.

5. Zähneputzen Baby und Kind: Die Ernährung ist ein wichtiger Knackpunkt. Vermeiden Sie zu viel Süßes, süße und säurehaltige Getränke und Lebensmittel. Auch hier gilt: Die Mischung macht’s!

6. Zähneputzen Baby und Kind: Die meisten empfehlen zum Putzen die KAI-Methode. Hier erfahren Sie mehr zur KAI-Methode.Und die passenden Zahnbürsten für Babys bis zwei Jahre finden Sie hier.

7. Zähneputzen Baby und Kind: Vermeiden Sie Fluoridtabletten, zu viel Fluorid kann die Zähne später verfärben. Fluorid in Zahnpasta und auch im Kochsalz ist hierfür vollkommen ausreichend. Informieren Sie sich gegeben falls bei Ihrem Kinderzahnarzt in Ihrer Nähe.

„Ob Mutti weiß, dass das eigentlich in den Mund gehört …?“

 

Sie haben Fragen zum Thema „Zähneputzen Baby und Kind“? Schreiben Sie uns eine Mail an info@pakimo.de.

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