Wie bekomme ich mein Kind trocken

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Allgemein, Baby, Erziehung, Kleinkind

Viele Eltern stellen sich die Frage „Wie bekomme ich mein Kind trocken?“ und oft ist dies mehr als nur ein Wunsch, sondern bereitet vielen Eltern auch unsichere Momente. Wann sollte mein Kind trocken sein und was kann ich tun damit es trocken wird und bleibt? Der eine sagt es so, der andere so – was ist nun richtig?

In diesem Artikel erfahren Sie alles zum Thema Sauber werden und was Sie für Ihr Kind tun können.

Übersicht
  1. Der richtige Zeitpunkt
  2. Wie bekomme ich mein Kind trocken – 5 Grundregeln
  3. Schon gewusst?
  4. Vergleiche mit anderen Kindern
  5. 10 Tipps zur Unterstützung Ihres Kindes
  6. Sauber werden in der Nacht

1. Woher weiß ich wann der richtige Zeitpunkt gekommen ist?

Es gibt kein Richtig oder Falsch. Wenn Kinder trocken werden, merken Sie dies ganz besonders an den folgenden Kriterien. Überprüfen Sie ob einige davon auch schon bei Ihrem Kind zutreffen.

  • Ihr Kind geht von selbst aufs Töpfchen auch wenn es vielleicht noch nicht muss.
  • Ihr Kind sagt Ihnen wenn die Windel voll ist.
  • Sie spüren, dass sich Ihr Kind nicht mehr gern wickeln lässt.
  • Wenn Ihr Kind muss zieht es sich in sein Zimmer bzw. an einen ruhigen Ort zurück.
  • Ihr Kind zeigt deutliches Interesse an Toilette und Töpfchen und möchte vielleicht sogar mehr darüber wissen.

 

2. Wie bekomme ich mein Kind trocken?

Kinder kann man im eigentlichen Sinne nicht zum trocken werden erziehen. Zwischen dem zweiten und dritten Geburtstag geht Ihr Kind in aller Regel irgendwann von selbst aufs Töpfchen und verabschiedet sich von der Windel. Natürlich ist das kein Prozess der über Nacht passiert und sofort klappt. Es ist ganz normal, wenn Kinder auch mal nicht müssen wenn sie auf dem Töpfchen sitzen. Geduld haben ist für Sie die oberste Regel. 10 Tipps für zuhause finden Sie unter Punkt 5 im Artikel.

5 Grundregeln für Eltern:

  • Erzwingen Sie niemals etwas! Sobald Sie Druck auf Ihr Kind ausüben, wird sich der Abschied von der Windel sehr wahrscheinlich verzögern.
  • Wenn Ihr Kind das erste Mal erfolgreich auf dem Töpfchen war, verstärken Sie in jedem Fall die Freude über das erfolgreiche „Ergebnis“.
  • Ekeln ist verboten, denn das demotiviert Ihr Kind vielleicht.
  • Entsorgen Sie das Endergebnis gemeinsam mit Ihrem Kind. Möchte Ihr Kind dies nicht entsorgen Sie es in der Abwesenheit des Kindes.
  • Schimpfen verboten! Wehrt sich Ihr Kind gegen den Toilettengang, lassen Sie es in jedem Fall gewähren, ohne dies weiter zu kommentieren!

 

3. Wussten Sie, dass …

…  Kinder, die zum Töpfchengang gezwungen oder zu früh dazu gedrängt werden, später sauber werden?

kleine und große „Rückschläge“ zum sauber werden dazugehören und in gewisser Weise sogar wichtig für Ihr Kind sind?

ein permanenter Windelverzicht eigentlich frühestens ab 3 Jahren funktionieren kann? (durchschnittlicher Wert!)

 

4. Andere Kinder sind schon sauber, meins noch nicht!

Wie bekomme ich mein Kind trocken – andere Kinder sind es schon? Sicher kennen viele Eltern die Vergleiche mit anderen Kindern, oder die Empfehlungen von außen, wann ein Kind was können sollte. Vergleichen macht Druck! Druck den Ihr Kind auch  spüren wird. Auf eine unbewusste Art und Weise wird Ihr Kind spüren, wenn Sie unsicher sind oder sich selbst Druck machen. In der Ruhe liegt die Kraft – für Sie und Ihr Kind! Wenn Ihr Kind mit 4 Jahren noch nicht trocken ist, sollten Sie Ihren Kinderarzt darauf ansprechen.

5. 10 Tipps – Was kann ich zuhause tun?

  1. Zeigen Sie Ihrem Kind wie es geht … Nicht Sie, sondern vielleicht das Lieblingskuscheltier kann sich aufs Töpfchen setzen und zeigen wie es geht.
  2. Kleidung, die Ihr Kind nur schwer selbst öffnen kann ist weniger geeignet. (siehe auch Punkt 6)
  3. Keine festen Zeiten! Ihr Kind soll den Zusammenhang zwischen Töpfchen und „Müssen“ lernen. Feste Zeiten irritieren Ihr Kind dabei.
  4. Loben Sie Ihr Kind wenn es sich aufs Töpfchen setzt, auch wenn nichts kommt.
  5. Fragen Sie Ihr Kind ob es lieber Töpfchen oder Toilettenaufsatz möchte. Manche Kinder finden es besonders Klasse auf die große Toilette zu gehen.
  6.  Greifen Sie, wenn Sie dies möchten, auf sogenannte Trainingsunterhosen zurück.
  7. Falls Ihr Kind die Toilette ohne Sitz benutzt, überprüfen Sie, ob es einen stabilen Halt hat.
  8. Das Badezimmer sollte hell und freundlich auf das Kind wirken. Häufig kann es passieren, dass Kinder teils massive Ängste vor Toiletten entwickeln, da sie beispielsweise Angst haben mit hinuntergespült zu werden.
  9. Erkennen Sie bei Ihrem Kind, dass es gleich einmal muss, setzen Sie es auf das Töpfchen/Toilette. (Beachten Sie dabei unbedingt Punkt 8!)
  10. Lassen Sie Ihrem Kind die Zeit, die es braucht und akzeptieren Sie auch Rückschläge mit der nötigen Fassung.

Befolgen Sie diese Tipps und Sie unterstützen Ihr Kind bestmöglich beim Sauber werden und die Frage „Wie bekomme ich mein Kind trocken“ gehört der Vergangenheit an!

 

6. Sauber werden in Nacht klappt noch nicht

Das Sauber werden in der Nacht ist eine ganze Nummer schwieriger als das Sauber werden am Tag. Geben Sie Ihrem Kind die Zeit, denn es kann einige Wochen bis Monate dauern. Bis zum vierten Geburtstag sind die Kinder nachts trocken. Bei Krankheiten kann es natürlich immer einmal passieren, dass etwas danebengeht.

 

Wie bekomme ich mein Kind trocken:

Sie haben Fragen zum Thema „Wie bekomme ich mein Kind trocken“? Schreiben Sie uns einfach eine Mail mit Ihrer Frage an info@pakimo.de

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