Stress bei den Hausaufgaben?

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Allgemein, Schule / Einschulung

Immer wieder ist es das gleiche Spiel. Nach einem langen Arbeitstag kommen Sie endlich nach Hause und wollen die Hausaufgaben ihres Kindes kontrollieren. Dies spielt bereits draußen mit Freunden und hat doch glatt die regelmäßige Pflicht nach der Schule einfach vergessen. Zum Schluss sitzen Sie abends am Küchentisch und erledigen gemeinsam die Hausaufgaben. Rund 80% aller Eltern sitzen mit ihren Kindern gemeinsam vor den Hausaufgaben. Eltern und Kind stehen da gemeinsam unter Leistungsdruck- denn das langfristige Ziel heißt: Ausbildung und danach ein gut bezahlter Job.

Stress bei den Hausaufgaben?

Eine aktuelle Forsa- Studie belegt das ca. 1/3 aller Eltern für Hausaufgaben mit dem Kind zwischen 2 und 6 Stunden pro Woche benötigen. Bei 20% der Eltern gehen dafür sogar 6 Wochenstunden und mehr ab, da ist Stress bei den Hausaufgaben oft vorprogrammiert.

Dabei kommt es häufig zu Streitereien. Als Mama und Papa möchte man helfen und erklären. Aber zahlreiche Studien belegen: Umso stärker sich die Eltern bei der Hausaufgabenerledigung engagieren( Aufgaben übernehmen; selber lösen; Fehler korrigieren), umso ungünstiger entwickeln sich die Leistungen der Kinder.

Für viele Kinder ist selbstbestimmtes und selbstständiges Lernen wichtig und motivierend. Viele Eltern kontrollieren erst, nachdem das Kind alle Aufgaben, bspw. in Mathe, gelöst hat. Wenn dann viele Aufgaben falsch sind und die Eltern korrigieren, erhält das Kind einen Misserfolg nach dem nächsten.

 

Wie und wann sollte man sein Kind unterstützen – 10 Tipps

Unsere 10 Tipps:

  1. Klären Sie zu Beginn die Aufgabenstellung. Und formulieren Sie diese notfalls entsprechend um, so dass ihr Kind die Aufgabe gut versteht.
  2. Sitzen Sie nicht die ganze Zeit neben ihrem Kind. Halten Sie sich im Hintergrund und geben Sie ihrem Kind ein Gefühl der Sicherheit indem Sie zum Beispiel sagen: „Du kannst mich jederzeit Fragen, wenn du nicht weiterkommst.“
  3. Klären Sie gemeinsam eventuelle Fremdwörter. Gehen Sie nicht davon aus, dass Ihr Kind jedes Wort kennt. Manchmal sorgen die einfachsten Missverständnisse für Stress bei den Hausaufgaben.
  4. Weisen Sie dabei auch auf mögliche Hilfsmittel hin, denn das ist nicht immer selbstverständlich! (Lexikon, Arbeitsbuch, Internet)
  5. Erinnern Sie an Aufgaben, die bereits so ähnlich gelöst worden sind „Du hattest doch gestern eine Aufgabe mit gleichem Rechenweg. Wie hast du diese gelöst?“
  6. Helfen Sie Ihrem Kind bei komplexeren Aufgaben. Wie könnte man diese in einzelne Schritte unterteilen?
  7. Geben Sie notfalls zusätzliche Erklärungen. Manche Kinder verstehen die Zusammenhänge bei nochmaliger Erklärung einer anderen Person besser.
  8. Lassen Sie Ihr Kind Fehler selber korrigieren und geben Sie lediglich Hinweise, wo ein solcher zu finden ist.
  9. Motivieren Sie Ihr Kind! „Komm das schaffst du schon!“
  10. Bei älteren Kindern sollten Sie eine Kontrolle der Aufgaben anbieten – ein „Nein“ aber ebenso akzeptieren.

Eine entsprechende Lernatmosphäre hat zusätzlich einen großen Anteil bei erfolgreicher Hausaufgabenerledigung und kann so Stress bei den Hausaufgaben vielleicht sogar vermeiden oder reduzieren.

Eine kurze Anleitung wie ein Arbeitsplatz aussehen sollte und wie Sie diesen bei Ihrem Kind einrichten können finden Sie in diesem Beitrag:

Mehr Informationen zum Thema Hausaufgaben finden Sie hier.

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