Stottern bei Kleinkindern

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Allgemein, Erziehung, Kleinkind, Sprachförderung

Stottern bei Kleinkindern – vielleicht haben Sie als Eltern eine solche oder ähnliche Situation schon einmal erlebt: Ihr Kind möchte etwas sagen, es geht jedoch nicht so, wie es sein sollte. Entweder wiederholt Ihr Kind einzelne Wörter oder Silben oder es bekommt ein Wort für einen Moment gar nicht heraus. Eltern sind in solchen Situationen verständlicherweise verunsichert, wie sie auf das Stottern bei Kleinkindern reagieren sollen.

Erfahren Sie alles zum Thema in diesem Artikel.

Stottern bei Kleinkindern: Vorweg folgendes:

Vermeiden Sie es, vor Ihrem Kind von „Stottern“ zu sprechen. Tritt Stottern bei Kleinkindern auf, handelt es sich meist noch um normale Sprechunflüssigkeiten.

Die Sprachentwicklung unserer Kinder verläuft bisweilen ziemlich sprunghaft. Das heißt, die Kinder lernen so viel Neues, dass der kleine Mund gar nicht so schnell sprechen kann, wie im Kopf gedacht wird. Oft kommt es dann zu dem oben genannten Stottern bei Kleinkindern. (Oft auch Entwicklungsstottern genannt)

Dieses kann sich wie folgt darstellen:

–       lockere Wiederholung von Satzteilen, Wörtern und Silben

  • „und und und“
  • „aber aber aber“
  • „ich ha ha habe…“

Bleiben die Kinder an einzelnen Buchstaben hängen (Blockaden), dauern die Auffälligkeiten über ein ½ Jahr an oder zeigen Verkrampfungen (Mund- oder Gesichtsbereich), dann handelt es sich wohlmöglich nicht mehr um entwicklungsbedingte Sprechunflüssigkeiten,  sondern um ein beginnendes bzw. „echtes“ Stottern. Hier ist es wichtig, den Einzelfall beim Kinderarzt oder Logopäden abzuklären!

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Stottern bei Kleinkindern: 12 wertvolle Tipps

Mit unseren 12 Tipps lernen Sie, bewusster und entspannter mit dem Stottern bei Kleinkindern umzugehen.

  1. Hören Sie mit dem Herzen! Das heißt, hören Sie, was Ihr Kind sagt und nicht wie es etwas sagt. Bewerten Sie die Aussage Ihres Kindes nicht!
  2. Nehmen Sie sich Zeit für Ihr Kind. Schaffen Sie sich kleine „Ruheoasen“ gemeinsam mit Ihrem Kind. Gut geht dies beispiels-weise beim Vorlesen. Unser Tipp: Das Bilderbuch „Die Ohrenblümchen“.
  3. Vermeiden Sie auf jeden Fall, das Kind aufzufordern, richtig nachzusprechen oder sich mehr anzustrengen!
  4. Aussagen wie: „Sprich langsam!“ oder: „Erst überlegen und dann sprechen!“, sind im Allgemeinen nicht förderlich. Die Kinder spüren dann, dass etwas nicht stimmt und erst so kann das Stottern bei Kleinkindern zum wirklichen Problem werden. Das Stottern bei Ihrem Kind könnte sich verstärken oder verselbstständigen, auch echtes Stottern kann im schlimmsten Fall entstehen. Die Sprechfreude zu erhalten und zu fördern – das ist das Wichtigste!
  5. Sitzen Sie das Stottern bei Kleinkindern (wenn es nicht auffällig ist, wie oben beschrieben!) im wahrsten Sinne des Wortes aus und lassen Sie sich beraten, wenn Sie unsicher sind.
  6. Werden Sie sich bewusst, dass solche Phasen zur sprachlichen Entwicklung dazugehören können.
  7. Lassen Sie los! Beobachten Sie möglichst entspannt das Stottern bei Kleinkindern. Je gelöster und entspannter Sie mit diesen Symptomen umgehen, umso mehr kann sich auch Ihr Kind entspannen. Es bemerkt Ihre Sorgen!
  8. Reimen, singen Sie mit Ihrem Kind! Verbinden Sie Sprache und Bewegung miteinander. Ein Tipp für Zuhause ist beispielsweise unser „Klatschmemory“ aus der Spielesammlung Findeflink! Die fünf Spiele eignen sich ideal zur Unterstützung für Zuhause.
  9. Lassen Sie das Kind aussprechen und vollenden Sie keine Sätze, die das Kind sagen will.
  10. Sprechen sie nicht in Gegenwart des Kindes über seine Auffälligkeiten, sondern geben Sie Ihrem Kind Zeit und Raum, sich normal zu entwickeln. Stottern bei Kleinkindern tritt bei vielen Kindern auf und wird teilweise auf Umstrukturierungen im Gehirn zurückgeführt.
  11. Informieren Sie die Bezugspersonen über die Auffälligkeiten, erklären Sie ihnen, warum dies so ist und wie sie damit umgehen sollen. Eine große Gefahr besteht nämlich darin, dass die Umwelt falsch auf das normalerweise vorübergehende Stottern bei Kleinkindern reagiert. Im Extremfall können dadurch Sprechfreude abgebaut und Sprechangst aufgebaut werden. Das hemmt die weitere Sprachentwicklung, mitunter entwickelt sich ein gestörtes Sozialverhalten mit allen negativen Folgen.
  12. Bei Unsicherheiten scheuen Sie sich nicht, einen Beratungstermin bei einem Logopäden zu vereinbaren. Fragen Sie, ob Sie Ihr Kind zu diesem Termin mitbringen sollen.

Noch viel mehr Tipps, nicht nur zum Thema Stottern bei Kleinkindern, erhalten Eltern mit der Schnatterkiste. Wem die sprachliche Entwicklung ganz besonders am Herzen liegt, bietet die Schnatterkiste das nötige Material zur Förderung von Kindern ab 3 Jahren!

Lesen Sie in unserem E-Book mehr über Sprechunflüssigkeiten und Stottern bei Kleinkindern und Vorschulkindern. Erfahren Sie anhand von wertvollen Tipps, wie Sie gezielt Einfluss auf diese Symptome nehmen können. Des Weiteren erhalten Sie im Online-Shop einen Fundus an Spielen und Übungen, die Sie ganz problemlos in den Alltag einbauen können und die es Ihnen und vor allem Ihrem Kind leichter machen.

Haben Sie noch Fragen? Schreiben Sie uns einfach eine Mail an info@pakimo.de.

Mehr zum Thema Stottern erfahren Sie hier.

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