Spielideen: Ein toller Familientag

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Allgemein, Erziehung, Kleinkind

playingSpielideen gibt es tausende, doch was macht Kindern und Eltern dabei auch Spaß? Am Beispiel eines selbstgebauten Spiels erfahren Sie, was für Kinder besonders wichtig ist und wie Sie Spiele auch noch gestalten können.

Eines der grundlegendsten Bedürfnisse eines Kindes ist es, dazu zu gehören und das Gefühl gebraucht zu werden.  Das klingt vielleicht den meisten logisch, doch oft sind Fernseher und Spielstation heutzutage viel häufiger Begleiter  eines Kindes. Wenn sich ein Kind zwischen Computerspielen und einem kleinen Projekt oder Spielen mit Mutti und Vati entscheiden dürfte – Was glauben Sie würde es wählen?! Wir präsentieren Ihnen hier eine besondere Spielidee für Kinder. Ein Spiel kann ja auch mal ein gemeinsames Projekt sein. Warum wir Projekt dazu sagen? Weil Sie mit Ihrem Kind spielerisch ein gemeinsames Ziel verfolgen und Ihr Kind jede Menge lernt. Doch lesen Sie selbst:

Natürlich geht DAS nicht immer …

Sicher geht es nicht immer und jeden Tag, gemeinsam mit dem Kind einen tollen und ausgefallenen Familientag zu planen. Da gibt es schließlich Arbeit, Termine und einen Haushalt und genau das ist auch wichtig und förderlich. Kinder müssen auch Alltag und vielleicht auch mal die Langeweile kennen. Aber auch das Besondere gehört dazu. Gemeinsame Projekte fördern Kindern – egal wie alt – unvergleichlich gut, da dies Erfahrungen sind, die Kinder einfach im Kopf behalten und sich vielleicht auch noch in 30 Jahren erinnern … „Weißt du noch, damals als wir unser Baumhaus gebaut haben …?“

Ein toller Familientag schafft lebendige Erinnerungen

Langeweile : Zündfunke der Kreativität!

Wenn einem Kind langweilig ist, kann es sich kreativ Gedanken machen, wie es die Langeweile überwindet. Man könnte vielleicht sogar sagen, dass Langeweile der Zündfunke für Kreativität sein kann.

Natürlich funktioniert das weniger gut, wenn bei Langeweile die Anlaufstelle der PC  an 7 Tagen in der Woche ist. Unabhängig von Lernspielen am PC und anderen bildungsfördernden virtuellen Medien, sollte man nie vergessen, dass das Kind am besten beim eigenen Tun lernt und im wahrsten Sinne etwas begreift!

Wie könnte ein Familienprojekt aussehen?

Natürlich ist Ihre Kreativität auch gefragt um die Ihres Kindes voranzutreiben. Ein Familienprojekt sind meiner Auffassung nach Dinge die Sie gemeinsam mit Ihrem Kind planen und verwirklichen. Das geht vom Bau einer Sandburg oder eines Baumhauses bis hin zur Schnitzeljagd mit Schatzkarte durch den Wald. Ach und: Nicht alle Dinge bedürfen viel Vorbereitung und Zeit.

Von Spielideen zu Projekten

1. Überlegen Sie sich Ihr Projekt.

Alles spricht dafür, sich mit Ihrem Kind gemeinsam Gedanken zu machen. Ziehen Sie hierfür ein ganz normales Gespräch auf und schlagen Sie etwas vor und schauen Sie, ob es Ihnen. Auch gern bei einer gemeinsamen Mahlzeit.  Oft ist es so, dass die besten Ideen spontan entstehen.

2. Sie haben Ihr Projekt gefunden!

Wir haben uns in diesem Artikel als Beispiel für ein Holzmikado entschieden – ein selbstgebautes. Dieses Projekt ist nicht sehr aufwändig und auch mit wenig Zeit gut realisierbar. Wichtig dabei ist immer, dass Ihr Kind die Projektleitung übernimmt, denn wenn es das Gefühl hat es muss mitmachen, ist alle Euphorie schnell verschwunden.

3. Perfektionismus passt nicht!

Erwachsene haben oft eine genaue Vorstellung wie Dinge aussehen müssen. Symmetrie und Geradlinigkeit  sind hier oft wichtig. Versuchen Sie sich bewusst davon zu distanzieren und bewundern Sie Ihr Kind beim Probieren und machen – auch wenn der ein oder andere Nagel vielleicht krumm geschlagen ist.

4. Überlegen Sie gemeinsam was Sie brauchen

Überlegen Sie mit Ihrem Kind gemeinsam was sie brauchen und wie sie alles angehen. Dadurch fördern Sie logisches Denkvermögen und Sprache. Am Beispiel des Holzmikados wären das folgende Dinge:

  • Tour durch den Wald und Holzstäbchen in verschiedenen Stärken und Längen sammeln
  • farbiges Klebeband aus dem Baumarkt (rot, grün, gelb und blau)
  • Säge oder Astschere
  • Maßband / Gliedermessstab
  • Stift und Papier

5. „Hopp-Hopp“ gilt nicht

Wenn Sie keine Lust haben und das Projekt nur schnell zu Ende bringen wollen, weil in einer Stunde das Fußballspiel beginnt, wird Ihr Kind das merken und die Lust verlieren. Damit Ihre Spielideen nicht untergehen, sollten Sie diese also einplanen und Zeit mitbringen.

6. Motivation und Pausen gehören dazu!

Kind spielt am Bach

Wenn Sie im Wald sind und Stäbchen sammeln, kann es durchaus sein, dass sich Ihr Kind auch einmal für den Fluss der durch den Wald fließt begeistert und die Stäbchen plötzlich in Vergessenheit geraten sind. Falls dies passiert, wünsche ich Ihnen, dass Sie trockene Füße behalten oder die Gummistiefel eingepackt haben. Das Projekt soll nicht zur Arbeit und Zwang werden – die Selbstmotivation zu einer Sache ist schließlich das, was Sie spielerisch fördern möchten!

7. „Was denkst Du, sollten wir jetzt tun?!“

Diese Frage sollte nie nach dem Motto: „Ich weiß es ja schon und kann alles, und ich will dich nur testen!“ erfolgen, sondern als ernstgemeinter Versuch mit Ihrem Kind zu überlegen. Hat ein Kind das Gefühl es wird getestet, verliert es die Lust und die Freude am Projekt.  Treten Sie mit Ihrem Kind in eine ernstgemeinte und ehrliche Kommunikation. Auch der handwerklich begabte Vater darf sich hier mal wie das erste Auto anstellen.

Beim Holzmikado könnten Sie wie folgt verfahren:

  • Nutzen Sie einen Gliedermaßstab und bringen Sie die Holzstäbe mit Ihrem Kind auf die gleiche Länge. Vermessen Sie sich auch mal so, dass Ihr Kind Ihren Fehler bemerkt und  ihn berichtigen kann.
  • Auch Säge und Astschere darf mit Aufsicht von Vati benutzt werden. Formulieren Sie hier eine Regel, damit Ihr Kind versteht diese Werkzeuge nur mit Ihnen gemeinsam zu nutzen. Schließen Sie die Werkzeuge optimaler Weise ein.
  • Mit dem bunten Klebeband werden nun die äußeren Ränder der Stöcke beklebt. Jeder Stock sollte bei dieser Spielvariante einfarbig beklebt sein.
  • Entwerfen Sie gemeinsam einen Punkteplan. Auf diesen können Sie für jede Farbe Punktwerde vergeben. (Rot=1 Punkt; Gelb=2 Punkte, Blau=3 Punkte, Grün= 4 Punkte, oder ähnlich) Vielleicht fallen Ihnen sogar noch weitere Spielideen mit dem selbstgebauten Mikado ein.

Durch das Addieren der Punktwerte fördern Sie spielerisch nebenbei die Kopfrechenfähigkeit. Natürlich können Sie bei kleinen Kindern nur Farben üben oder bei größeren die Punktwerte schwieriger gestalten.

Hier können Sie den Artikel „Spielideen – Ein toller Familientag“  als PDF herunterladen oder ausdrucken.

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