Sonnenallergie vorbeugen: So geht’s

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Allgemein, Baby, Kleinkind

happy child playing on the seaDer Sonnenallergie vorbeugen sollte man schon rechtzeitig und gezielt, denn gerade für Kinder kann der nervige Ausschlag schnell zur Geduldsprobe werden. Auch Eltern sind oft überfragt und wissen nicht genau warum und woher dieser Ausschlag eigentlich kommt und natürlich wie man ihn wieder wegbekommt, damit der Strandurlaub kommen kann …


Besonders zu Beginn der Sommerzeit kann die Freude über die ersten intensiven Sonnenstrahlen getrübt sein, wenn die Haut wegen dem ungeliebten Ausschlag juckt. Immerhin sind 10% bis 20% der Bevölkerung betroffen und Frauen sogar 10mal häufiger als Männer.

Sonnenallergie ist keine klassische Allergie

Mit einer klassischen Allergie hat eine Sonnenallergie in der Regel nichts zu tun. Eine Überempfindlichkeit der Haut gegenüber den UVA-Strahlen ist meist die Ursache. Doch es gibt auch Überreaktionen auf UVB-Strahlen und generell sichtbares Licht

Welche Symptome sind typisch?

Typischerweise bekommen Kinder oder auch Erwachsene einen geröteten Hautausschlag, mit Quaddeln oder Bläschen, die stark jucken, soweit ist dieses Phänomen bekannt. Doch gerade wenn die Haut noch nicht an die Sonne gewöhnt ist, kann die Haut an sehr belichteten Stellen mit einem Ausschlag reagieren. Dieser kann auch erst ein paar Tage später auftreten.

Sonnenallergie vorbeugen: Die typischsten Stellen

Sonnenallergie vorbeugenDie am meisten betroffenen Stellen sind Handrücken, Unterarme, Ellenbogen, Schultern, Gesicht und ab und an auch die Knie. Prinzipiell können jedoch fast alle Stellen am Körper betroffen sein.

Welche Form der Sonnenallergie ist es?

  1. Polymorphe Lichtdermatose – Die Symptome verschwinden in der Regel wieder, nachdem sich die Haut an das Sonnenlicht gewöhnt hat. Es kann jedoch auch gut sein, dass Ihr Kind in regelmäßigen Abständen wieder neue Symptome entwickelt.
  2. Nebenwirkungen oder Hautkontakt – Manche Medikamente können Nebenwirkungen haben, die ähnliche Symptome zeigen. Es gibt jedoch auch Medikamente die unter Sonneneinstrahlung solche Ausschläge entstehen lassen. Auch manche Pflanzen können bei Kontakt zu Hautauschlägen führen.
  3. Mallorca-Akne – Unter dieser Form leiden am häufigsten junge Menschen mit eher fetter Haut und mit einer Neigung zu Akne. Meistens reagiert die Haut unter UV-Bestrahlung auf Inhaltsstoffe in Sonnenschutzmitteln. Auch hier klingen die Symptome meist nach dem Meiden der Sonnenstrahlung ab.

Sonnenallergie vorbeugen: So geht’s

Vorbeugen
Auf erste Anzeichen sollten Sie reagieren und Ihr Kind vorwiegend im Schatten spielen lassen, und nur kurze Sonnenphasen geben. Auch langärmlige Kleidung unterstützt Ihr Kind dabei, sich langsam an die Sonne zu gewöhnen. Besonders Mittagssonne sollte gemieden werden.
Wenn diese kleinen Dinge die ersten Tage mit stärkerer Sonneneinstrahlung umgesetzt werden, und das Kind langsam an die Sonne gewöhnt wird, kann dies einer späteren Sonnenallergie vorbeugen bzw. diese mindern.
Bei starken Beschwerden
Ein Termin beim Hautarzt kann ihnen helfen genaue Ursachen herauszufinden und eine gezielte Behandlung einzuleiten. Eventuell muss der Arzt Antihistaminika anordnen, in schwerwiegenden Fällen sogar Kortisonsalben.
Bei besonders ausgeprägten Symptomen können Sie mit Ihrem Hautarzt sicher die Option einer Lichttherapie besprechen. Hier erfahren Sie mehr zur Lichttherapie.
Nicht jede Sonnencreme hilft!
Achten Sie beim Kauf von Sonnenschutzprodukten darauf, dass das Produkt einen hohen UVA-Schutz hat. Lassen Sie sich dazu in einer Apotheke beraten.
Kleidung schützt die Haut
Schützen Sie die Haut Ihres Kindes wenn es bereits eine Sonnenallergie hat. Aber auch zum Vorbeugen sind langärmlige Kleidungsstücke durchaus empfehlenswert. Gerade wenn der Frühling beginnt, fällt es Kindern einfacher etwas Langes anzuziehen als im Hochsommer.
Präparate für Kinder?!
Bei Erwachsenen rät man zur Einnahme von Omega-3-Fettsäureen, Vitaminkuren oder auch Provitamin A, jedoch ohne wissenschaftlich belegte Wirkung. Kindern sollten Sie niemals Präparate nach eigenem Ermessen geben – dies ist hochgradig gefährlich. Im Zweifelsfall immer den Arzt aufsuchen. Einer schweren Sonnenallergie vorbeugen ist also nur mit ärztlicher Unterstützung möglich.

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© Bilder: marchibas – Fotolia

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