Richtig Loben und Kritisieren

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Allgemein, Erziehung

Kinder loben… Das geht doch automatisch!?

„Richtig loben“ erfüllt immer seinen Zweck! Wenn wir vom Chef ein ernsthaftes Lob erhalten, geht das bekanntlich herunter wie Öl. Auch Kinder wollen gelobt werden, wenn auch nicht in erster Linie von Ihrem Chef, sondern von Ihnen. Damit ein Lob richtig gut sitzt, bedarf es natürlich einiger Gütekriterien die man meist unterbewusst schon automatisch beachtet.

In diesem Artikel erfahren Sie die wichtigsten Tipps zum Thema „richtig loben und kritisieren„.


Dank vieler Mails und Nachfragen zu dem Thema „Wie sollte man Kinder loben“ haben wir für Sie hier eine kleine Zusammenfassung zu diesem Thema verfasst.

Richtig loben – Das sollten Sie beachten

Loben Sie auch kleine Schritte!
Wenn man etwas Lernen soll, braucht es viele kleine Schritte. Da darf auch gern mal ein Schritt in die noch nicht ganz richtige Richtung gehen. Das richtig platzierte Lob motiviert Ihr Kind weiter zu machen.
„Super! Ich sehe, Du hast Dir […] schon richtig viel Mühe gegeben!“

Authentisch und ernst gemeint loben
Zwischen Tür und Angel ein Spruch wie „Ja,ja, toll!“ kommt bei keinem richtig gut an. Wenn Sie es ernst meinen, wird Ihr Kind das auch spüren.

Kritik, Vergleiche und Loben passen nicht zusammen
„Mensch, klasse wie toll Du den Aufsatz geschrieben hast! Jetzt frag ich mich warum Du das beim letzten Aufsatz nicht schon genauso gemacht hast!?“ Ohne Zweifel sind solche Aussagen meist in einer positiven Absicht des Erwachsenen formuliert. Jedoch wird sich ein Kind gekränkt fühlen, weil ein Lob mit Kritik seinen positiven Wert verliert. Die Faustregel lautet also, Lob und Kritik nie miteinander zu vermischen.
Auch sollten Sie keine Vergleiche zu anderen Kindern anstellen, denn beim Lob geht es schließlich nur um Ihr Kind!

Benennen Sie was konkret gut gewesen ist.
Durch konkretes Benennen der Situation geben Sie Ihrem Kind einen unbewussten, aber sehr konkreten Hinweis was es gut gemacht hat und was von ihm erwartet wird. Durch solche konkreten Aussagen können Sie Kinder ganz nebenbei sehr gut unterstützen.

Der richtige Zeitpunkt ist wichtig
Ein Lob ist am wirkungsvollsten, wenn es sofort nach einem positiven Verhalten gegeben wird. Später kann das Kind das Lob nicht mehr konkret mit der Situation in Verbindung bringen.

Es gibt keine tägliche Lobgrenze!
Sie als Eltern haben es im Gefühl wie oft Sie Ihr Kind loben sollten. Natürlich ist es wichtig, dass Sie Ihr Kind nicht mit Lob überschütten, so dass es irgendwann vielleicht sogar genervt ist. Bedenken Sie, richtig loben muss authentisch und angebracht sein!

Neues braucht mehr Lob
Gerade bei neuen und herausfordernden Aufgaben brauchen Kinder öfter ein Lob. Kinder verstehen dieses Lob insbesondere als Motivation das Ziel zu verfolgen und eine Sache zum erfolgreichen Ende zu bringen.

Wissen, wann es gut ist
Zum einen motivieren und erziehen Sie Ihr Kind mit Lob, zum anderen lernt Ihr Kind durch Lob auch jede Menge. Natürlich soll Ihr Kind auch lernen selbstständig sein Leben zu bestreiten. Richtig loben bedeutet also auch, zu wissen, wann es keines Lobes mehr bedarf.
(Mehr zu diesem Thema können Sie hier unter Punkt 3. nachlesen.)

 

Wie geht man mit kritischen Situationen um?

Die Welt besteht nicht nur aus Lob, sondern auch aus Kritik. Diese Erfahrung werden auch Kinder in ihrem Leben sammeln. Auch das Kritisieren von Kindern sollte wertschätzend und konstruktiv erfolgen.

Erfahren Sie hier 4 Tipps, wie Sie Kinder konstruktiv kritisieren.

  1. Kritik bedeutet nicht Frust am Kind ablassen! Im Zweifelsfall sollten Sie sich erst kurz Luft machen und dann mit Ihrem Kind reden. Falls dies mal nicht klappt, gibt es noch einige weitere Tipps.
  2. Kritik richtet sich nicht gegen das Wesen bzw. die Identität des Kindes! „Du bist böse!“ oder „Du kapierst es doch eh nie!“ greifen Kinder persönlich an und etablieren sich im schlimmsten Fall. Das heißt, dass solche Sätze für Kinder schlimmstenfalls zu unterbewussten Überzeugungen werden können. Kritisieren Sie also immer konstruktiv und halten Sie sich an die konkrete Angelegenheit.
  3. Kritisieren Sie fair und in Ruhe! Machen Sie aus einer Mücke keinen Elefanten… Natürlich brauchen auch Kinder unter Umständen etwas Bedenkzeit um Ihr Verhalten beurteilen zu können. Wenn es zu schnell und hektisch zu geht, kann es passieren, dass das Kind sich komplett verweigert.

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