Mamakind oder Papakind?

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Allgemein, Baby, Erziehung, Kleinkind

Mamakind bzw. Papakinder lassen die Mutter bzw. den Vater nicht aus den Augen. Wehe die Mutter verschwindet kurz und der Papa möchte sein Kind auf den Arm nehmen. Für Väter beziehungsweise Mütter kann dies unter Umständen eine schwere Zeit sein – auch für die Beziehung zueinander. Oft fühlt sich der Vater beim Mamakind oder die Mutter beim Papakind verletzt. Egal ob bewusst oder unbewusst, Eltern haben Angst und fragen sich warum sie das Kind weniger lieb hat …? Doch hat es wirklich etwas damit zu tun wie lieb ein Kind die Eltern hat?

Mamakind oder Papakind? In diesem Artikel erfahren Sie: 

  • Junge oder Mädchen – gibt es Unterschiede?
  • Mutter-Kind-Bindung und Urvertrauen
  • Mamakind: Der Papa wird Lieblingsspielpartner?
  • Mamakind oder Papakind – Der 5 Schritte Check
  • Die Tipps – einfach und wirkungsvoll

 

Jungs und Mädchen – gibt es Unterschiede?

Kinder entdecken und begreifen erst mit circa 3 Jahren, dass es einem bestimmten Geschlecht angehört. Die Jungen merken jetzt, dass sie sich von der Mutter unterscheiden und müssen sich geschlechtsspezifisch abgrenzen um später mal ein richtiger Mann werden zu können.  Dadurch, dass es auch im Kindergartenalltag häufig Frauen in der Umgebung des Kindes sind, kann dies natürlich ab und an recht schwierig werden – besonders für Jungs.  Bei Mädchen sieht das normalerweise anders aus. Bitte nicht verallgemeinern!

Mutter-Kind-Bindung und Urvertrauen

Gerade in der ersten Zeit nach der Geburt ist die Beziehung zwischen Mutter und Kind sehr innig. Das Baby ist intensiv mit der Mutter verbunden, es fühlt sich sogar als Teil von ihr. Ihr Kind weiß anfangs noch nicht einmal, dass es eine eigenständige Person ist.

Für manche Väter ist es schwer, die Frau in dieser Zeit mit dem eigenen Kind zu teilen. Klar ist jedoch, dass die Mutter am Anfang für das Kind die absolute Nummer eins ist, denn welcher Mann kann beispielsweise Stillen? Nichtsdestotrotz: Väter können sich freuen …

Mehr zum Thema Urvertrauen erfahren Sie in diesem Artikel.

Der Papa wird Lieblingsspielpartner?

Experten gehen davon aus, dass in der Regel bei Kleinkindern die Mutter-Kind-Beziehung enger und wichtiger als die Vater-Kind-Beziehung ist. Besonders, wenn die Mutter anfangs stillt und dadurch vorerst die einzige Nahrungsquelle für das Baby ist. Doch spätestens mit zwei Jahren wird Papa wird immer attraktiver – vor allem als Spielpartner! Nutzen Sie Ihre Rolle jetzt immer bewusster!

Interessant für Väter: In einer Studie aus den 80er-Jahren wurde festgestellt, dass über 75% einer Gruppe von Kleinkindern lieber mit dem Vater spielen als mit der Mutter. Als die Kinder im Versuch allerdings getröstet werden wollten, verlangten sie nach der Mutter.

Mamakind oder Papakind – Der 5 Schritte Check?

Als ersten Schritt sollten Sie sich als Partner unterhalten wie es Ihnen mit der momentanen Situation geht. Offen und ehrlich!  Leider wird dieser erste Schritt oft unterschätzt, wobei es so wichtig ist, sich über die Gefühle des Gegenübers klar zu werden.

Besprechen Sie im zweiten Schritt gemeinsam, seit wann sich Ihr Kind so verhält? Vielleicht finden Sie auch Hinweise, dass es zurzeit in einer Entwicklungsphase ist, wo so etwas normal ist.

Im dritten Schritt, sollten Sie sich ehrlich fragen – egal ob Mamakind oder Papakind – ob Sie vielleicht gewollt oder ungewollt sehr an Ihrem Kind klammern. Oft ist dies ein sehr schwieriges Eingeständnis, denn wer gibt das schon gern zu?

Im vierten Schritt sollten sich Vater und Mutter fragen, ob einer von beiden vielleicht beruflich besonders stark eingespannt ist. Muss sich Ihr Kind an die ständige Abwesenheit und Anwesenheit eines Elternteils gewöhnen?

Der fünfte und letzte Schritt ist vielleicht auch der Unangenehmste. Gab es Streit oder sind Sie in irgendeiner Form sauer das Kind, weil Sie sich zum Beispiel benachteiligt fühlen? Lassen Sie Ihr Kind dies unbewusst spüren?

Die Tipps – einfach aber doch wirkungsvoll:

1.  Kinder strafen nicht mit Liebesentzug. Akzeptieren Sie, dass Ihr Kind ein normales Verhalten zeigt und fühlen Sie sich  als Vater oder Mutter nicht ausgegrenzt – diese Phase höchstwahrscheinlich schnell vorüber gehen.

2. Distanzieren Sie sich nie von Ihrem Kind – Sie sind Erwachsener – Ihre Ausdauer ist nun gefragt!

3. Keine Scheu! Angenommen Sie wollen mit einer Freundin zum Shoppen und möchten Ihr Kind beim Papa lassen.  Schon allein der Gedanke daran lässt Sie unruhig werden, weil Sie befürchten, dass ein großes Geschrei losgeht, wenn Ihr Kind beim Vater auf den Arm ist. Kennen Sie ähnliche Situationen? Wie reagieren Sie? Sagen Sie den Termin, auf den Sie sich so gefreut haben ab? In diesem Fall würde Ihr Kind mit seinem Geschrei einen kleinen Sieg errungen haben. Halten Sie, auch wenn es vielleicht schwer ist, das Weinen aus und trauen Sie Ihrem Mann die Situation zu.

4. Um Gemeinsamkeiten zu stärken und Ihr Kind bestmöglich zu unterstützen, sollten gemeinsame Spiele immer im Vordergrund stehen. Bei den Pakimo Lernspielen steht das Spiel im Mittelpunkt, ein absoluter Tipp für Zuhause. Beim Spielen wird vielleicht vorrübergehend auch ein „Mamakind“ einmal zum „Papakind“?!

5. Respektieren Sie geschlechtsspezifische Wünsche Ihres Kindes. Wenn ein Kind ausdrücklich mit der Mutter die Puppenstube einräumen möchte, dann sollten das Väter schmerzfrei hinnehmen. Vielleicht steht am nächsten Tag ja ein Autorennen oder ein Fußballspiel mit dem Vater vor der Tür.

Egal ob Mamakind oder Papakind… wichtig ist, dass Sie Ihrem Kind die Unterstützung geben die es braucht, und aufrichtig und ehrlich mit ihm sind. Dann gehen früher oder später solche Phasen vorüber. Durchhalten!

Haben Sie Fragen zum Thema „Mamakind oder Papakind“ oder Themenvorschläge? Dann Schreiben Sie uns einfach eine Mail an info@pakimo.de.

Hier können Sie sich den Artikel „Mamakind oder Papakind?“ als PDF herunterladen. (oder Klick auf Grafik)

Ähnliche Artikel

Tags:,

Trackback von Ihrer Website.

Kommentar verfassen

Jetzt Kostenlos herunterladen!
und sofort loslegen