Kinderlärm & Nachbarn

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Allgemein

KinderlärmKinderlärm – Was dürfen Ihre Kinder? Der Volksmund sagt: „Kinder sind ein Geschenk Gottes.“ Mancher von Kinderlärm genervte Nachbar denkt da wohl ein klein wenig anders…  Doch was sagt das Gesetz dazu und wie können Sie sich und Ihre Familie schützen?

In Artikel 31 der UN-Konvention über die Rechte des Kindes ist klar festgelegt: „Kinder haben das Recht zu spielen.“ Natürlich gilt dies nicht uneingeschränkt: Treppenhäuser, Keller, Fahrstühle oder Garagen sind keine Spielplätze. Das sollten Sie Ihrem Kind in liebevoller Konsequenz aufzeigen.

 

In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Wie laut darf Kinderlärm sein?
  • Dürfen Kinder auf dem Grundstück lärmen?
  • Mein Kind spielt ein Instrument?
  • Kinderwagen im Hausflur?
  • Wie können Sie sich wehren?
  • Links zu Ansprechstellen

Wie laut darf Kinderlärm sein?

1. Kinder sind keine kleinen Erwachsenen!

Kinder, die spielen, leben ihre Phantasie, ihre Kreativität aus. Sie denken dabei nicht daran, ob dies einmal etwas lauter oder gar zu laut ist. Auf keinen Fall denken sie dabei an Nachbarn, die sie mit ihrem Spiel stören könnten.

2. Spielende Kinder gehören zu unserem Leben und sind zumutbar!

Das Oberverwaltungsgericht Münster urteilte: „Wer Kinderlärm als lästig empfindet, hat selbst eine falsche Einstellung zu Kindern“. (Az. 11 A 1288/85)

3. Kinder sind kein PC, dem man das Programm „Ruhig sein“ einlegen kann!

Babygeschrei in der Nacht, der kleine Streit zwischen Kindern, der gelegentliche Krach im Treppenhaus, die umfallende Bausteinkiste – das alles ist erlaubt. Selbst während der Mittagszeit brauchen Sie Ihren Kindern das Spielen nicht verbieten.

4. Aber so bitte auch nicht!

Fußball spielen in der Wohnung, das Werfen mit Stühlen oder anderen Einrichtungsgegenständen sind von Nachbarn nicht tolerierbar und die Glasscheibe Ihrer Anbauwand könnte die auch nicht lang aushalten.

5. Unser Tipp für lustige Geräusche: Gönnen Sie sich und Ihrer Familie unseren Klangfrosch „Fritz von Quakenhausen“ und veranstalten Sie ein kleines Froschkonzert im Garten. Der Klangfrosch klingt original wie ein echter Frosch. Und vielleicht wird sich Ihr Nachbar fragen, wo den auf einmal der Froschteich herkommt…

 

 

Dürfen Kinder im Grundstück „lärmen“?

Auch wenn Kinder im Freien spielen, fühlen sich manche Anwohner gestört. Insbesondere in Wohnanlagen kommt es immer wieder zum Streit. Grundsätzlich gilt:

  • Ist kein Spielplatz in der Nähe, müssen Anwohner Kinderlärm hinnehmen. Die Kinder dürfen im Hof oder auf anderen Außenflächen des Hauses spielen, auch wenn dort kein Spielplatz vorhanden ist.

Nicht erlaubt:  Wenn Kinder absichtlich Lärm erzeugen um jemanden zu stören.

  • Vorgeschriebene Ruhezeiten sollten beachten werden – das bedeutet aber nicht, dass Kinder nicht draußen sein dürfen. Gerade Grundschüler sitzen bereits den ganzen Vormittag im Unterricht, und die sollen dann noch bis drei Uhr Ruhe geben?
  • Allerdings sollten Sie beachten: Gibt es in der Nähe beispielsweise Spielplätze, zu denen die Kinder gefahrlos allein gehen können, sind laute Spiele beim Haus als unnötig und können sogar verboten werden.
  • Das Treppenhaus ist generell kein Spielplatz.

 

Mein Kind spielt ein Instrument. Ist das auch Lärm?

Schwieriger wird es, wenn die Kinder ihr erstes Instrument lernen. Zwar hat jeder das Recht, in seiner Wohnung mit Instrumenten zu musizieren. Das darf die Nachbarn aber nicht mehr als unvermeidbar stören.

Daher gilt: Fenster zu. Aber niemand muss auf ein Elektroklavier mit Kopfhörern ausweichen.

  • Jeder hat das Recht, in seiner Wohnung zu musizieren! In den Ruhezeiten darf die Musik außerhalb der Wohnung nicht zu hören sein. Dafür gibt es jedoch keine bundeseinheitlichen Regeln. Die Bestimmungen der Länder oder Kommunen unterscheiden sich nur im Detail: Die Ruhezeit in Nordrhein-Westfalen dauert von 22 bis 06 Uhr, in München von 22 bis 07 Uhr.
  • Die Hausordnung kann längere Ruhezeiten festlegen und auch die Hausmusik etwas einschränken, aber nie verbieten und die Lautstärke vorschreiben. Natürlich gibt es Instrumente, wie ein Schlagzeug, welche sehr laut sind und nicht zumutbar sind. Wenden Sie sich in diesem Fall an Ihre Musikschule. Meist können diese Ihnen Proberäume vermitteln.

 

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Kinderwagen im Hausflur – was sagt das Mietrecht?

Oft ist es nicht nur der Kinderlärm, sondern auch gern einmal der geparkte Kinderwagen im Hausflur. In vielen Fällen erlauben die Gerichte allerdings, Kinderwagen, Räder und Roller zeitweise im Treppenhaus zu parken, wenn

  • keine Mitbewohner oder Fluchtwege blockiert werden.
  • es sich um eine wichtige Abstellmöglichkeit handelt, da sonst keine gibt oder Sie den Kinderwagen durch das Treppenhaus schleppen müssten.
  • wenn Sie keine Alternativen wie zum Beispiel einen Keller haben.
  • wenn Sie das Einverständnis des Vermieters haben.

So wehren sich Familien gegen Nachbarn und Vermieter

  • Klären Sie zuerst ab ob es sich vielleicht um ein Missverständnis handelt. Hilft dies nicht, sollten Sie die Rechtslage klären. Hier helfen Ihnen Kinder- und Jugendbeauftragte von Gemeinden oder Familienbüros.
  • Führen alle Versuche nicht zu einem passablen Ergebnis, ist der nächste Schritt ein Schlichtungsverfahren.  Eine Mediation ist im Prinzip nichts anderes als ein Kompromiss zwischen beiden Parteien.
  • Wenn Nachbarn die Kinder durch Schimpfen oder auf andere Art und Weise einschüchtern und so das Spielen unmöglich wird, sollten Sie in jedem Fall dagegen vorgehen. Beschwerden sollten grundsätzlich über die Eltern laufen. Sieht dies Ihr Nachbar nicht ein, führt das im schlimmsten Fall zu einer Unterlassungserklärung. Dann kostet Ihren Nachbarn jede Beschimpfung Ihrer Kinder Geld.
  • Wichtig zu wissen:  Ihr Vermieter kann Ihnen nicht einfach wegen „Kinderlärm“ kündigen. Erst muss er den Mieter durch eine Abmahnung warnen. Doch auch wer als Mieter glaubt, im Recht zu sein, sollte unbedingt Rechtsrat beim Mieterverein oder einem Anwalt einholen, falls eine Einigung mit dem Vermieter nicht möglich ist.

Wo finde ich Infos bei Streit um Kinderlärm & Co.?

  • Beratungsstellen beim Deutschen Kinderhilfswerk www.dkhw.de
  • Adressen von Mediatoren nennt der Bundesverband Mediation in Kassel. www.bmev.de.

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