Ist mein Kind verwöhnt

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Allgemein, Baby, Erziehung, Kleinkind

Ist mein Kind verwöhntIst mein Kind verwöhnt?  Vielleicht haben Sie sich das auch schon mal gefragt? Es ist schön für Eltern stolz auf den Nachwuchs sein zu können.  Doch zu viel verwöhnen soll angeblich zu sozialer Inkompetenz führen, ist da etwas dran? Worauf es beim Verwöhnen ankommt und warum man doch das ein oder andere beachten sollte …

„Für meine kleine Prinzessin mache ich alles!“

Girl sit in bedJeden Wunsch von den Augen ablesen und erfüllen, jede Aufgabe oder Pflicht für das Kind übernehmen und beim kleinsten Streit einstreiten, macht Ihrem Kind das Leben sicher für den Moment einfacher. Hier und da ist das auch in Ordnung, doch wenn so etwas zur Gewohnheit wird, verwehrt man dem eigenen Kind (ungewollt) wichtige Erfahrungen, die im späteren Leben von essentieller Wichtigkeit sind.

Kinder die nie lernen konnten Ihre eigenen Erfahrungen im Streit zu sammeln, werden auch als Erwachsene nicht konfliktfähig sein und dies privat, in einer Ausbildung, im Studium oder später beruflich spüren.

Die richtige Menge „Verwöhnen“ ist nicht immer einfach zu treffen – Es darf auch mal etwas mehr sein, die Mischung macht hier nämlich das Gift!

Starke, selbstständige Persönlichkeiten  sind nicht groß und erfolgreich geworden, indem sie in Watte gepackt wurden.

Harmonische Momente lassen sich nicht kaufen!

Strahlende Kinderaugen und eine liebevolle Umarmung – Die Versuchung ist groß sich dies zu erkaufen. Ein Bonbon gegen das Quengeln oder ein Spielzeug gegen die schlechte Laune verwöhnen Kinder auf Dauer.

Liebevoll Zuwendung ist der Schlüssel. Besonders bei Kindern bis 3 Jahren ist dies der entscheidendste Faktor um Verwöhnung zu vermeiden. Zuneigung schlägt Spielzeug!

„Schuhe anziehen – Ach komm ich mach das schnell für dich!“

Ein Kind mit 2 Jahren wird sich seine Schuhe noch nicht selbst binden können, es ist wichtig so gut es geht, den Grat zwischen Verwöhnen und Überforderung zu finden.

Überforderung und permanentes Verwöhnen ist gleichermaßen schädlich für die Persönlichkeitsentwicklung Ihres Kindes! Ihr Kind lernt sich bedienen zu lassen und das Sie schon in die Bresche springen werden!

Wenn man es ganz streng sieht, ist das dauerhafte Abnehmen von Aufgaben sogar  egoistisch, weil man dem Kind nicht die Möglichkeit gibt, Dinge selbst zu entdecken und durch Probieren  zu erlernen und anschließend das Gefühl genießen zu dürfen Stolz auf sich zu sein!

Oft ist Verwöhnen auch der Zeit und Bequemlichkeit geschuldet – wenn es schnell gehen muss, ist es besser wenn man dem Kind die Aufgabe abnimmt! Deshalb sollte man in stressigen Situationen (das funktioniert natürlich nicht immer, manche Termine sind eben wichtig!) bewusst dem Kind die Zeit lassen, die es braucht – ein gutes Selbsttraining!

Das Interesse am Selbstbewältigen und dem anschließenden Stolzgefühl geht damit irgendwann völlig verloren: Die Kinder lernen, sich bedienen zu lassen.

Tipp zum Schuhe binden: Ab circa 5 Jahren kann man dem Kind das Schuhe binden regelmäßig Antrainieren. Wenn Ihr Kind sich verweigert, bieten  Sie Ihm beispielsweise an sich jeden Tag abzuwechseln. Heute bindest du und morgen bist du wieder allein dran.

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„Räum dein Zimmer auf, sonst mach ich das!“   🙂

Alle Eltern sind stolz, wenn ihr Nachwuchs im Heranwachsen Situationen besser meistert als erwartet oder sich besonders gut entwickelt. 15, 20 oder 30 Minuten bei Oma’s Kaffeeklatsch stillsitzen ist eine riesige Herausforderung. Kinder die Dinge sehr gut gemacht haben, werden häufig materiell belohnt, weil die Leistung des eigenen Kindes anerkannt werden soll. Die Wirkung eines Lobes und einer Umarmung wird leider oft unterschätzt.

Eine ehrlich gemeinte, innige Umarmung und ein entsprechendes Lob wirken mehr als das Spielzeug. Natürlich ist aber bei besonders aufwändigen Leistungen nichts gegen eine besondere Belohnung einzuwenden!

So ein Kinderdasein ist wirklich nicht einfach. Ständig entstehen Wünsche, die man sich selbst einfach (noch) nicht erfüllen kann. Dauernd steht man vor Herausforderungen, muss sich vielleicht einmal was trauen, sich überwinden, sich strecken. Wie gut, dass bei einem hilflosen Augenaufschlag sofort jemand kommt und die „Kastanien aus dem Feuer holt“! Auch wenn es schwer fällt: Eltern, traut Euren Kindern was zu! Lasst sie lernen, dass manches nicht beim ersten Mal, wohl aber beim dritten Versuch klappt! Sonst werden die lieben Kleinen zu abhängigen Nichtskönnern, die sich dafür mit einer ausgeprägten Anspruchshaltung durch Leben lavieren – und wer will das schon?

„Wer bitte kann diesem Lächeln widerstehen!?“

Einen Tipp für  den besonderen Blick oder das besondere Lächeln Ihres Kindes gibt es nicht – und das ist auch gut so!

Zum Stark sein, gehört es auch seine Schwächen zu kennen!

Gewinner können auch mal verlieren

Unser Spielesammlung „Findeflink“ bringt in 5 tollen Spielen die Familie zusammen und fordert Kinder heraus, die eigenen Kompetenzen spielerisch zu erweitern. Ein absoluter Tipp für Eltern, die Spaß, Lernen für’s Leben und Frustrationstoleranz mit dem Kind spielerisch lernen möchten.

„Gib Ihm was er will, damit er ruhig ist!“

Wenn Sie tief in sich hineinhören und sich folgende Frage stellen – wie würden Sie antworten?

Verwöhnen Sie Ihr Kind manchmal, obwohl Sie es vielleicht gar nicht wollen, nur um stressigen, unangenehmen oder potentiell peinlichen Situationen aus dem Weg zu gehen?

Auch Eltern dürfen einmal an ihre Grenzen geraten. Doch Verwöhnen sollte niemals als Mittel zur Konfliktvermeidung eingesetzt werden, denn damit aufhören wird unglaublich schwer! Echte, liebevolle Zuwendung, Aufmerksamkeit und persönliche Anerkennung führen langfristig viel eher zu einem ausgeglichenen Familienleben.

„Ist mein Kind verwöhnt?“  Stellen Sie sich selbstkritisch dieser Frage und überlegen Sie in welchem Bereich Sie etwas bewegen können.

„Oma und Opa verstehen mich viel besser!“

Die Säger

Verbote können bei Großeltern auch gern mal aufgehoben werden, Ihre Kinder wissen das genau. Die Rolle der Großeltern, auch wenn Sie vielleicht nicht immer meinungskonform sind, ist für Ihr Kind von großer Bedeutung. Großeltern verwöhnen gerne die Enkel, sind nachsichtiger und spielen für Kinder meist eine sehr wichtige Rolle.

Wer denkt, die geheimen Ausnahmen und Sonderregeln bei Oma und Opa schaden dem Kind, der kann beruhigt sein – denn dem ist nicht so. In den meisten Fällen wirkt sich ein optimales Verhältnis zu den Großeltern mit allen Ausnahmen und Besonderheiten in vielen Fällen sogar  sehr positiv auf Ihr Kind aus!

„Früher haben wir das anders gemacht!“

Dass Großeltern einen Erfahrungsvorsprung haben, ist jedem sicher klar – sie haben schon Kinder großgezogen und haben daraus gelernt. Deswegen müssen natürlich nicht alle Tipps und Ratschläge für Sie zutreffen. Manchmal kann auch ein gut gemeinter Ratschlag beim Zuhörer ein „Schlag“ sein.

Bei Enkeln versuchen Großeltern nicht selten diese Dinge wieder gut zu machen und sehen die Möglichkeit eben diese Dinge wieder anders zu machen.  Einen weiteren Vorteil haben Großeltern:  In der Regel haben sie mehr Zeit, Ruhe und Gelassenheit.

Eine wichtige Regel gilt auch für Großeltern:  Die Erziehung ist und bleibt Sache der Eltern. Besonders wichtige Regeln und Normen dürfen auch von Großeltern nicht übergangen werden. Grundlegende Vereinbarungen müssen zwischen Eltern und Großeltern getroffen werden und müssen eingehalten werden. Genießen Sie die Zeit mit Ihren Enkeln in vollen Zügen!

Freunde

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