Hochbegabte Kinder

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Allgemein, Erziehung, Kindergarten, Kleinkind, Schule / Einschulung, Sprachförderung

HochbegabungHochbegabte Kinder fallen auf und 2 von 100 Kindern sind es. Auch wenn man Dinge nicht verallgemeinern kann, ist es doch so, dass hochbegabte Kinder sich in so manchem von Altersgenossen unterscheiden. Eltern die Erfahrungen mit diesem Thema haben, können nicht selten bestätigen, dass eine Hochbegabung beim Kind nicht immer ein Segen sein muss. Wie sinnvoll sind Tests, Checklisten und wie kann man Kinder erkennen?


Erfahren Sie in diesem Artikel:
•    Warum IQ-Tests nicht immer gut sind
•    Was bedeutet Hochbegabung bei Kindern überhaupt?
•    Diagnose vor 7. Lebensjahr nicht sicher
•    Hände weg von Checklisten für Eltern!
•    Sprachentwicklung kann Hinweise geben
•    Hätte, Wenn und Aber…
•    Ich denke mein Kind ist hochbegabt: Und jetzt?!
•    Wussten Sie eigentlich, dass …?
•    Hochbegabung ein Grund zu Jammern?
•    Auffällige Kinder im Kindergarten
•    Auffällige Kinder in der Schule
•    Auffällige Kinder in der Freizeit
•    Buchtipps

Hochbegabte Kinder und IQ-Tests

Es gibt jede Menge Tests, um betroffene Kinder möglichst früh zu erkennen und zu fördern. Doch oft stellt sich die Frage, ob diese Tests überhaupt notwendig und aussagefähig sind.  Jedes Kind hat ganz individuelle Talente und Begabungen, doch wenn ein Kind wirklich einen extrem hohen IQ hat, zeigt sich oft, dass es diese Kinder manchmal deutlich schwerer haben und auch der Umwelt mehr abfordern.
Es gibt jedoch Tests, die auch andere Faktoren mit einbeziehen außer den  IQ. Diese Tests,  die schon bei Kindern angewandt werden, zielen darauf möglichst früh Hochbegabungen zu erkennen und bestimmte Fähigkeiten entsprechend zu fördern. Somit können ihnen andere Schwierigkeiten erspart werden, denn hochbegabte Kinder werden oft in der Klassengemeinschaft ausgegrenzt. Allerdings müssen diese Tests vorsichtig bewertet werden.

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Was bedeutet Hochbegabung überhaupt?

Auf  100 Kinder kommen vermutlich 2 hochbegabte Kinder.  Doch was bedeutet das überhaupt? Eine Hochbegabung bezieht sich eigentlich nur auf den IQ eines Kindes. Dieser IQ muss über 130 liegen.
Doch Intelligenz, Motivation, Kreativität müssen ebenfalls beim Verdacht auf eine Hochbegabung berücksichtigt werden.

Diagnose vor 7. Lebensjahr nicht sicher

Wenn bei Kindern vor dem siebten Lebensjahr eine Hochbegabung festgestellt wird, sind Eltern besser skeptisch. Tatsächlich gibt es für so junge Kinder keine verlässlichen bzw. standardisierten Testverfahren.
Außerdem entwickelt sich ein Kind in diesem Alter im wahrsten Sinne des Wortes, so sind meist nur Vermutungen und Prognosen möglich und Dinge können sich ändern.

Checklisten für Hochbegabte Kinder

Informieren Sie sich rund um das Thema Hochbegabung bei Kindern. Doch vermeiden Sie Checklisten oder ähnliche Dinge, die Ihnen versprechen herauszufinden, ob Ihr Kind hochbegabt ist oder nicht. Eine Entwicklung kann man nicht einfach Punkt für Punkt abchecken und dann selbst ein Ergebnis erfassen. Doch für alle, die nach Anzeichen und Hinweisen suchen gibt es den einen oder anderen Punkt, der unter Umständen auf eine Hochbegabung hinweisen könnte.
Fazit: Tipps und Hinweislisten sind gut und helfen weiter, sich über Hochbegabung bei Kindern zu informieren. Checklisten, die Ihnen versprechen, ein Ergebnis zu erhalten sollten Sie meiden.

Sprachentwicklung kann Hinweis sein

Das was so alltäglich ist und oft fälschlicherweise als ganz allein und selbstentwickelnd gesehen wird, kann Anzeichen einer Hochbegabung sein. Die Sprache.
Lernt ein Kind extrem früh das Sprechen, wäre es möglich, dass dies auf eine Hochbegabung hindeutet. Doch Achtung: Oft wird das erste Wort auch mit einer Lallphase verwechselt.
Auch wenn Kinderschon um das 1. Jahr Drei- und Mehrwortsätze bilden oder noch viel anspruchsvollere Dinge machen, kann dies ein mögliches Zeichen einer Hochbegabung beim Kind sein.

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Hätte, Wenn und Aber …

Sie lesen in diesem Text oft hätte, könnte, vielleicht, unter Umständen und viele weitere Worte, die alles meinen und dennoch nichts konkretisieren.
So ist das nun mal bei diesem Thema. Wie bei jeder Entwicklung ist jedes Kind individuell zu betrachten und natürlich verläuft auch die Entwicklung einer Hochbegabung bei jedem Kind auf seine eigene Art und Weise. Was bei dem einen so ist, muss beim anderen noch lange nicht so sein – deswegen ist „hätte, wenn und Aber“ so wichtig.

Ich denke mein Kind ist hochbegabt: Und jetzt?

Haben Eltern den Verdacht, dass ihr Kind hochbegabt ist, sollten sie aber erst mal abwarten und es weiter beobachten. Jetzt mag der eine oder andere sagen, dass das „Abwarten“ nicht immer die beste Alternative ist. In diesem Fall schon, denn:
Wenn Ihr Kind einmal eine Hochbegabung attestiert bekommen hat, gilt es sein Leben lang als hochbegabt. Eine Studie hat eindeutig gezeigt, dass rund 15 Prozent sechs Jahre später nicht mehr diese Ergebnisse wie im ersten Test erzielen konnten.

Wussten Sie eigentlich, dass …

  • Hochbegabte Kinder brauchen richtigen Input
  • Hochbegabung heißt nicht, dass ein Hochbegabter automatisch mehr leistet
  • Hochbegabte Kinder entwickeln sich schnell zu Außenseitern, Klassenclowns oder Besserwissern
  • Gezielte Förderung von hochbegabten Kindern ist entscheidend
  • Altersgemäße Freizeitbeschäftigungen interessieren hochbegabte Kinder in vielen Fällen meist weniger oder gar nicht
  • Hochbegabte Kinder saugen Wissen wie Schwämme auf
  • Auch hochbegabte Kinder können sich wie andere Kinder auch entwickeln
  • Auch ein „normal begabtes“ Kind kann mit Fleiß und Arbeit gleiche Leistungen bringen, wie ein hochbegabtes Kind es schafft

Vorschulübungen für Kinderhochbegabte Kinder fördern

Logisches Denken, Sprachkompetenz, Motorik, Konzentration und Gedächtnis, all dies sollte ein angehendes Schulkind schon sicher beherrschen. Die Übungen im Übungsheft Pakimos Dschungelschule fordern Kinder zwischen 3 und 8 Jahren gezielt heraus. Sie wissen zum einen, dass Sie Ihr Kind auch Zuhause aktiv auf die Schule vorbereiten und zum anderen erkennen Sie mit Hilfe dieses Heftes in welchen Bereichen es vielleicht noch die eine oder andere Schwierigkeit gibt.

Hochbegabung – Ein Grund zu Jammern?

Eltern hochbegabter Kinder werden von ihrer Umgebung oft mit ihrer Problematik gar nicht ernst genommen. Schließlich sieht es doch auf den ersten Blick so aus, als sei diese Gabe nicht gerade ein Grund zum Jammern. Doch tatsächlich haben viele Eltern das Problem, dass sich ein Kind im sozialen Umgang schwer eingliedern kann. Das Zusammenleben kann sehr kompliziert werden. Die Kinder haben eine enorme Wissensbegierigkeit, die sie auch unbedingt erfüllen möchten. Das kann sehr anstrengend werden. Außerdem haben diese Kinder, wenn überhaupt, nur wenige Freunde.

Verwechslungsgefahr bei Kleinkindern: Das 1. und 2. Fragealter

Auffällige Kinder im Kindergarten

Im Kindergarten kann häufig Verhalten beobachtet werden, was mit Hochbegabung in Verbindung gebracht werden könnte. Natürlich sind dies keine sicheren Hinweise. Ein Kind fällt in der Kita auf, …

  • weil es sich langweilt
  • weil es manche Spiele doof findet und deshalb stört
  • weil es stört und unterbricht um wahrgenommen zu werden
  • weil es sich für Dinge interessiert, für die es noch zu jung ist
  • weil es sich in die Gruppe nicht einbringt bzw. als Außenseiter gilt

Auffällige Kinder in der Schule

In der Schule wird alles oft noch einmal anders. Neue Klassenkameraden, mehr Wissensvermittlung und ständige Anforderungen und natürlich Unterforderungen. Ein hochbegabtes Kind fällt hier besonders auf, …

  • weil es sich ständig unterfordert fühlt
  • weil es als Streber und Besserwisser gilt und generell unbeliebt ist
  • weil es sich als Klassenclown aufführt, damit die Mitschüler es akzeptieren und die Lehrer es wahrnehmen
  • weil es sich von Lehrern und Mitschülern nicht verstanden und nicht akzeptiert fühlt
  • weil es trotz bekannter Intelligenz „unerklärlich“ schwache Leistungen zeigt

Auffällige Kinder in der Freizeit

Hochbegabte Kinder fallen auch außerhalb von Schule und Kindergarten auf, …

  • weil übliche „altersgemäße“ Freizeitaktivitäten nicht begeistern
  • weil es perfektionistisch und selbstkritisch ist
  • weil es sich von der Umwelt isoliert fühlt
  • weil es anstelle körperlicher die geistig-verbale Auseinandersetzung bevorzugt
  • weil es zwischenmenschliche Spannungen sensibel wahrnimmt
  • weil es intellektuell zwar seinem Alter um Jahre voraus ist, gefühlsmäßig aber meist seinem Alter entsprechend reagiert

Buchtipps zum Thema

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