Beikost einführen – Die wichtigsten Tipps

Geschrieben von:Pakimo auf . Veröffentlicht in Baby, Schwangerschaft

Beikost einführenWenn Eltern beim Baby die erste Beikost einführen, ist die Spannung meist groß. Wird alles gut gehen? Hat mein Kind das richtige Alter? Und viele weitere verschiedene Fragen beschäftigen Eltern in dieser Zeit. Unter Beikost versteht im Übrigen jede Form von Nahrungsmittel, außer Muttermilch und industrieller Säuglingsmilch.


In diesem Artikel erfahren Sie:

  • Ab welchem Alter Sie Beikost einführen sollten.
  • Mittags beginnen
  • Kuhmilch weniger geeignet  
  • Geschmacksfrage bei BabysPDF Download
  • Unverträglichkeiten bei Beikosteinführung
  • Checkliste – Wie geht das mit dem Löffel?
  • Wie viel Gramm gibt man?
  • Das sollten Sie NICHT nutzen!

Gibt es ein Mindestalter?

In der Tat gibt es von Kind zu Kind sehr große Unterschiede, ab wann diese sich für die neue Nahrung interessieren. In der Regel sind Babys aber zwischen fünf und neun Monaten bereit und Sie können die Beikost schrittweise einführen. Wie in unserem Artikel zum Thema Stillen empfohlen, sollten Sie versuchen bis mindestens zum vierten Monat voll zu Stillen. Ab dem fünften Monat können Sie dann versuchen die erste Beikost zu reichen.

Wenn es vielleicht auch simpel klingen mag, der einfachste Tipp für unsichere Eltern ist folgender: Versuchen Sie nichts zu erzwingen oder zu beschleunigen!

Babybrei aus PastinakenBeginnen Sie das erste Mal mittags

Es gibt natürlich keine feste Regelung dafür, doch am besten schein es, wenn Sie die Mittagsmahlzeit Schritt für Schritt ersetzen. Beikost einführen heißt nicht, von jetzt auf gleich alte Gewohnheiten zu brechen! Achten Sie darauf, dass Ihr Kind wach ist und vielleicht auch etwas hungrig ist.

Wenn Die Mittagsmahlzeit gut funktioniert, können Sie den nächsten Schritt gehen. Beispielsweise können Sie nachmittags einen milchfreien Obst-Getreidebrei reichen: Zum Beispiel 20 Gramm Vollkorn-Haferflocken in 90 ml Wasser aufkochen und quellen lassen und 100 Gramm püriertes Obst (Apfel, Birne oder Banane) unterrühren.

Dann wird die Abendmahlzeit durch einen Milchgetreidebrei ersetzt. Zum Beispiel 20 Gramm Vollkorngetreideflocken (z.B. Haferflocken) in 200 ml Vollmilch, Muttermilch oder Säuglingsmilch kurz aufkochen und quellen lassen.

Beikost einführen – Kuhmilch weniger geeignet!

Vollmilch darf ab der Einführung des Milchgetreidebreis gegeben werden, allerdings sollten Sie erst prüfen, ob Ihr Kind diese verträgt. Kuhmilch ist ein schlechter Eisenlieferant und hemmt sie sogar die Eisenaufnahme im Blut. Daher empfiehlt die Europäische Gesellschaft für Ernährung (ESPGHAN), statt Kuhmilch im ersten Lebensjahr lieber die mit Eisen angereicherte Säuglings-Flaschenmilch zu geben.

Beikost einführen – Eine Geschmacksfrage?!

Fakt ist, Ihr Baby hat mehr Geschmacksknospen als Sie, und das nicht nur auf der Zunge! Sogar im Rachen und an der Innenseite der Wangen befinden sich solche Sinneszellen. Dies lässt das Thema „Beikost einführen“ im neuen Licht dastehen, denn eine wichtige Regel heißt ab jetzt: Mit Süßem sparsam sein, denn das beeinträchtigt Babys Geschmackssinn auf Dauer.

Ein weiterer Fakt ist, dass auch Babys Verstopfungen bekommen können. Besonders Möhren können bei einigen Babys zu solchen Symptomen führen. Besonders empfehlenswert sind folgende Gemüsesorten um die erste Beikost einzuführen: Zucchini, Pastinaken, Kürbis und natürlich Fenchel! Mehr Informationen hierzu erhalten Sie im Artikel Ernährung in und nach der Schwangerschaft. Eine weitere wichtige Regel bei der Beikosteinführung lautet: Immer nur eine Zutat einführen und mindestens 7 Tage testen.

Beikost kann auch unverträglich sein:

Die Testphase für neue Zutaten sollte von Ihnen unbedingt eingehalten werden. Sie können in dieser Zeit beobachten, ob Ihr Kind eventuell eine Unverträglichkeit darauf zeigt. Sie wissen dann genz genau woran diese Unverträglichkeit liegt und können die Zutat weglassen. Achten Sie außerdem auf Produkte aus biologischem Anbau – oder Sie bauen mit dem großen Geschwisterchen (falls vorhanden) selbst das Gemüse an

Unverträglichkeiten zeigen sich meistens in Form von Hautausschlägen, Wundsein, Durchfall, Blähungen oder Verstopfungen die über mehr als drei Tage andauern.

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Wie geht das mit dem Löffel?

Der Brei landet überall – nur nicht im Mund! Die folgende kurze Checkliste soll Ihnen noch einige Tipps und Hinwesie zum Beikost einführen aufzeigen.

  • Zu großer Hunger kann für Hektik sorgen. Stillen Sie in diesem Fall erst etwas, bevor Sie Beikost reichen.
  • Müdigkeit vermindert die Lust und die „Konzentration“ ihres Kindes… Mit müden Babys ist nicht gut Kirschen essen!
  • Achten Sie darauf, dass die Löffel speziell für Babys geeignet sind.
  • Nie einen vollen Löffel reichen! Beginnen Sie mit viertelst- bis halbvollen Löffelchen.
  • Wenn der Brei mit der Zunge aus dem Mund geschoben wird, ist das normal! Jetzt wird Ihr Baby lernen, was es mit dem Zeug im Mund machen kann. Auch wenn die ersten Male alles auf dem Lätzchen landet – kein Thema – Ruhe und Durchhaltevermögen sind gefragt! Stillen Sie jedoch anschließend.
  • Geben Sie Ihrem Baby beim Beikost einführen circa 3 bis 4 Wochen Zeit. Wenn Ihr Baby danach immer noch gar keine Ambitionen zum Brei hat, war der Start vielleicht einfach zu früh.

BeikosteinführungWie viel Gramm sind normal?

Die ersten Versuche beim Beikost einführen dienen dem Erlernen und Ausprobieren. Wenn es von Beginn an klappt umso besser. Begonnnen wird in der Regel mit circa 150 bis 180 Gramm. Diese Menge wird nach und nach auf 220 bis 250 Gramm gesteigert.

Auch die ersten Getränke dürfen nun gereicht werden. Hier sollten Sie unbedingt darauf achten, keine Zuckerzusätze oder andere Süßungsmittel zu verwenden. Ungesüßter Tee oder stilles Mineralwasser sind in kleinen Mengen zu empfehlen. Achten Sie also auf Zucker, Fructose, Glucose, Honig(!!), Maltrodextrin, Saccharose und ähnliche Umschreibungen bei Babyprodukten.

Die richtige Würze …?

Auf Gewürze und geschmacksverstärkende Mittel können und sollten Sie bei der Beikostgabe unbedingt verzichten. Diese könnten den Geschmackssinn Ihres Kindes überfordern und zusätzlich Allergien auslösen.

Wenn Sie Ihrem Kind jedoch viele verschiedene Gemüsesorten anbieten, soll sich dies sogar später positiv auf den Gemüsekonsum auswirken. Ob dies nun der Wahrheit entspricht oder nicht – schädlich ist es auf keinen Fall!

Stichwort Gluten: Getreide, wie zum Beispiel Hafer, Weizen und Roggen enthalten ein Klebeeiweiß namens Gluten, das manche Menschen nicht vertragen. Babys sollten nach neuesten Empfehlungen nicht mehr bis zum siebten Lebensmonat davor bewahrt werden, glutenhaltiges Getreide zu sich zu nehmen. Sondern nun lautet die Empfehlung des FKE: Glutenhaltige Beikost darf in kleinen Mengen eingeführt werden, und zwar vorzugsweise, solange das Baby noch gestillt wird. Reisflocken sind eine glutenfreie Alternative beim beim Beikost einführen.

Das sollten Sie NICHT nutzen:

Vermeiden Sie Rohkost, Erbsen, Linsen,Tomaten, Bohnen, Erbsen, Linsen, Bohnen, Weißkraut oder Rotkraut.

Hier können Sie den Artikel „Beikost einführen – Die wichtigsten Tipps“ als PDF herunterladen.

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